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Noroviren im Kinderhaus Kunterbunt

27.01.2016

 

 

Norovirus grassiert im Kinderhaus Kunterbunt

Das Kinderhaut Kunterbunt in Oberbränd muss bis einschließlich Montag geschlossen bleiben, weil dort der Norovirus grassiert. Rund 40 der 76 dort betreuten Kinder inklusive Erzieherinnen haben den Brechdurchfall bereits.

 

  1. Das Kinderhaus Kunterbunt hat bis einschließlich Montag wegen Brechdurchfalls geschlossen. Foto: gert Brichta

  2. Das Norovirus ist extrem ansteckend. 

 

Auf BZ-Anfrage bestätigte Bürgermeister Alexander Kuckes, dass sich der Verdacht auf Norovirus bestätigt habe. In Absprache mit dem Staatlichen Gesundheitsamt habe sich die Gemeindeverwaltung entschlossen, den Kindergarten zu schließen.

Die Schließung wurde nicht durch das Amt angeordnet. Nun erfolgt die intensive Reinigung des Kinderhauses durch das Kindergartenpersonal sowie durch eine Fachfirma. Am Dienstag öffnet das Kinderhaus Kunterbunt wieder.

Als "Massenangelegenheit in den Wintermonaten" bezeichnet Rainer Unmüssig vom Gesundheitsamt Brechdurchfall in Kindergärten. Das Fiese am Norovirus sind nicht nur die Beschwerden, für die er sorgt, sondern er ist auch extrem ansteckend. Ein Träger scheide mit dem Stuhlgang Milliarden von Erregern aus und eine kleine Menge reiche, um den nächsten Menschen anzustecken.

Meist dauere die Krankheit ein bis zwei Tage. Kinder und auch ältere Leute würden sie in der Regel gut wegstecken. Eine Gesundheitsgefährdung bestehe nur bei schwerkranken Menschen. Handhygiene sei notwendig, um den Virus einzudämmen. "Doch die ist bei Kindern nicht immer ganz einfach", sagt Rainer Unmüssig. Krankenhäuser und Pflegeheim hätten mittlerweile sehr wirksame Hygienemanagements.

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Als unvernünftig bezeichnete Bürgermeister Alexander Kuckes in seiner Stellungnahme das Handeln jener Eltern, die ihre Kinder trotz noch nicht abgeklungener Erkrankung in die Einrichtung geschickt und damit für die weitere Ausbreitung des Virus gesorgt haben.

Laut Gesetz, erklärt Rainer Unmüssig, dürfen Kinder unter sechs Jahren den Kindergarten nicht besuchen, bis der Brechdurchfall beendet ist und keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.

Norovirus

Bei einer Norovirus-Infektion werden die Viren zum einen mit dem Stuhl des Menschen ausgeschieden. Zum anderen gelangen Viren beim Erbrechen in die Luft und können, wenn sie eingeatmet werden, Erkrankungen auslösen. Da die Krankheit sehr ansteckend ist, reichen bereits wenige Viruspartikel für eine Übertragung auf andere Personen aus. Dies erklärt die rasche Ausbreitung einer Infektion in Gemeinschaftseinrichtungen. Neben einer Übertragung von Mensch zu Mensch, kann die Erkrankung auch von verunreinigten Speisen, Getränken und Gegenständen ausgehen.